Magnesium

Wir brauchen es für starke Knochen und Zähne, gut funktionierende Muskeln und Nerven, für die Energiegewinnung und das Zellwachstum. In unserem Stoffwechsel sind rund 300 Enzyme auf Magnesium angewiesen. Ohne den Mineralstoff würde im Körper also nicht viel laufen. Da er Magnesium nicht selbst herstellen kann, müssen wir es über die Nahrung zu uns nehmen.

In welchen Lebensmitteln steckt es? Samen, Nüsse, Vollkorngetreide und dunkle Schokolade liefern besonders viel Magnesium. Außerdem sind Spinat, Kohlrabi, Erbsen, Bananen und Himbeeren gute Quellen, ebenso Mineralwasser mit mindestens 50 Milligramm Magnesium pro Liter. Tierische Produkte wie
Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Milch und Käse bringen auch etwas vom Mineralstoff auf den Teller.
Wie viel brauchen wir täglich? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Frauen 300 Milligramm Magnesium, für Stillende 390 Milligramm, für Männer 350 Milligramm. In manchen Situationen erhöht sich allerdings der tägliche Verbrauch, etwa in der Schwangerschaft, bei Stress oder schweißtreibendem Sport. Auch Diabetiker haben einen größeren Magnesiumbedarf, da sie den Mineralstoff vermehrt über den Urin ausscheiden.
Kann der Körper alles aufnehmen? Tatsächlich gelangen nur 30 bis 50 Prozent des verzehrten Magnesiums aus dem Darm in den Organismus. Wie viel absorbiert wird, hängt vor allem von der Zusammensetzung der Nahrung ab. So ist ein hoher Fettgehalt hinderlich. Denn die freien Fettsäuren verbinden sich mit Magnesium und bilden schwer lösliche Seifen, die dann einfach ausgeschieden werden. Auch eiweißreiche Ernährung, Phosphate aus Fertiggerichten, Wurst oder Limos, Phytate aus Getreide und Oxalsäure aus Spinat und Rhabarber hemmen die Aufnahme. Zudem können eine chronisch entzündliche Darmerkrankung und die Einnahme bestimmter Medikamente wie Magensäureblocker oder Entwässerungsmittel die Magnesiumaufnahme verschlechtern.

Lässt sich der Wert im Blut messen? Da das Salz überwiegend in Knochen und Muskeln gebunden ist und nur ein Prozent frei im Serum liegt, hat eine Blutuntersuchung nur bedingt Aussagekraft. Über den Urin kann lediglich nachgewiesen werden, wie viel Magnesium ausgeschieden wird.
Wie bemerkt man einen Mangel? Typisch dafür sind Muskelkrämpfe, vor allem in den Beinen und Füßen. Eine verspannte Hals, Nacken- und Schultermuskulatur, Kopfschmerzen, Migräne oder Augenlidzucken können ebenfalls Hinweise auf ein Defizit geben. Weitere mögliche Warnsignale: Herzrasen, Müdigkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall. Der Mangel lässt sich über Nahrungsergänzung ausgleichen. Gut zu wissen: In Form von Magnesiumcitrat ist sie gut verträglich und wird schnell vom Körper aufgenommen.

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